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BayenturmKölle alaaf« - während des Kölner Karnevals erschallt dieser Ruf in allen Straßen und Kneipen der Stadt. Sein Ursprung liegt im Jahr 1262: Als die Kölner Bürger seinerzeit den Bayenturm erstürmten und eroberten und damit dem Erzbischof die Vormacht über die Stadt nahmen, sollen sie erstmals den Schlachtruf ausgegeben haben. Die Bedeutung des Bayenturms zeigt sich auch in einem noch heute gebräuchlichen Kölner Sprichwort: »Wer den Turm hat, hat die Macht.«
Der Bayenturm ist ein mittelalterlicher Wehrturm und einer der wenigen Teile, die von der Stadtbefestigung übrig geblieben sind. Er weist eine Höhe von 35 Metern auf und seine Mauern sind im Erdgeschoss 2,5 Meter dick. Da er eine derartig bedeutsame Rolle beim Kampf der Bürgerschaft gegen den Klerus spielte, wurde er mit dem Wappen der Stadt geschmückt. Er war der südliche Eckturm der Kölner Stadtmauer und war nicht nur als Schutz gedacht, sondern diente auch der Überwachung der Rheinschifffahrt, dem Ziehen von Kähnen stromaufwärts mit Hilfe von Pferden, das so genannte »Treideln«. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Turm noch verstärkt. Als Mitte des 19. Jahrhunderts der Rheinauhafen entstand, wurde die mittelalterliche Mauer abgebrochen. Der Bayenturm blieb indes erhalten, weil er der Expansion der Stadt nicht im Wege stand. Schließlich gelangte er in den Besitz der Stadt Köln. Der 2. Weltkrieg hinterließ am Bayenturm schwere Schäden, es blieb Jahrzehnte nur eine Ruine stehen. Ab 1987 begann jedoch der Wiederaufbau. Seit den abgeschlossenen Restaurierungsarbeiten am Bayenturm hat dieser wieder zwei achteckige Geschosse auf einem quadratischen Turmsockel. Seit 1994 beherbert der Turm die gemeinnützige Stiftung »FrauenMediaTurm« mitsamt dem Feministischen Archiv und Dokumentationszentrum zu historischen und aktuellen Frauenfragen. Alice Schwarzer, die Vorsitzende der Stiftung, hat dort ebenfalls ein Büro. |
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