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Mittelalter

 


Ulrepforte

Ulrepforte

Die Ulrepforte, den südlichen Teil der mittelalterlichen Stadtmauer, wurde vor dem Abriss bewahrt. Das dürfte auch mit der Bedeutung des ehemaligen Stadttores zu tun haben: Am 15. Oktober 1268 gelang es Feinden erstmals, die Mauer zu überwinden. 5.000 Mann kamen mit Hilfe eines Verschwörers durch einen Tunnel Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg zu Hilfe, der eine Fehde mit den Kölner Bürgern ausfocht. Diese setzten sich jedoch erfolgreich zur Wehr.

Ulrepforte
Adresse: GoogleMapsUlrichgasse 2
50677 Köln

Zum Gedenken an die Schlacht ließen die Kölner Bürger ein Relief anfertigen, das zum einen den Kampf gegen die Eindringlinge, zum anderen die Schutzheiligen der Stadt portraitiert. Das zweieinhalb Meter hohe Relief gilt als das älteste profane Denkmal Deutschlands. Das Original befindet sich seit 1983 im Kölnischen Stadtmuseum, an der Ulrepforte selbst wurde eine Kopie eingefügt.

Nahe des Tores lebten die Ulner (Töpfer), die aufgrund ihrer Arbeit mit offenem Feuer am Stadtrand wohnen mußten. Ursprünglich war die Ulrepforte ein Doppelturmtor; von dem Doppelturm ist aber nur noch ein Turm erhalten.

Zwar war die Ulrepforte als Stadttor gebaut worden, allerdings lag sie nicht an einer der wichtigen Straßenverbindungen und diente daher wohl nur dem Zugang zu den umliegenden Feldern. Im 15. Jahrhundert wurde das Tor verschlossen und für das benachbarte Kartäuserkloster eine Mühle angebaut. Außerdem wurde im gleichen Zeitraum eine zweigeschossige rechteckige Caponniere hinzugefügt. Auch wenn der Name »Ulrepforte« eigentlich nur das ursprüngliche Tor bezeichnete, so wird heute im alltäglichen Sprachgebrauch der gesamte Gebäudekomplex so genannt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Ulrepforte umgebaut und als Ausflugslokal genutzt; aus dieser Zeit stammt das Spitzdach, die umlaufende Galerie auf dem Turm und der Gastraum über der Caponniere. 1907 erwirbt die Stadt Köln dank einer Schenkung das Gebäude.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gebäude zur Heimat des Karnevalsvereins »Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.«, auch bekannt als »Rote Funken«. Mit Hilfe des »Vereins der Freunde und Förderer der Ühlepooz Fritz Everhan-Stiftung« übernehmen die Roten Funken seitdem die Aufgabe, die Ulrepforte zu restaurieren und instand zu halten.

Nördlich der Ulrepforte kann im übrigen ein Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung, inklusive zweier Wehrtürme und dem Graben, besichtigt werden. Im südlichen der beiden Wehrtürme sind die Vereinsräume der Karnevalsgesellschaft »Blaue Funken«, die sich ebenso wie die Roten Funken auf die früheren Kölner Stadtsoldaten beziehen. Im nördlichen Wehrturm sitzt die »Prinzen-Garde Köln«. Alle drei Karnevalsgesellschaften haben sich dem Erhalt der Stadtmauerreste als Denkmal verschrieben.





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