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Mittelalter

 

Overstolzenhaus

Overstolzenhaus

Im 13. Jahrhundert wurde Köln im wesentlichen von 15 »edlen Geschlechtern« beherrscht, Familienverbänden, die entweder aus dem Umfeld der Erzbischöfe heraus oder durch wirtschaftlichen Erfolg im Handel zu Reichtum und Einfluss gekommen waren. Im mittelalterlichen Köln besetzten die Patrizier den Rat und andere Verwaltungposten. Diese Macht dokumentierten sie durch repräsentative Bauten. Eine dieser sehr angesehenen, dem Adel ebenbürtigen Familiendynastien, waren die Overstolzen. Das Overstolzenhaus, erbaut zwischen 1320 und 1330, ist das einzige erhaltene Patrizierhaus Kölns aus dieser Zeit und gilt heute als das vornehmste und reichste Beispiel eines romanischen Bürgerbaus in Deutschland.

Overstolzenhaus
Adresse: GoogleMapsRheingasse 8
50676 Köln
Öffnungszeiten: frei zugänglich

Werner Overstolz war der erste Neureiche, der es geschafft hatte, ins Schöffenkolleg der Stadt berufen zu werden. Das Haus besteht aus einem zweischiffigen Keller, zwei Wohngeschossen und vier Speichergeschossen. Die Fassade zur Straßenseite ist mit unterschiedlich geformten und verzierten Fenstern sowie einem Stufengiebel aufwändig gestaltet.

Typisch für das mittelalterliche Haus ist die Verbindung von dem Wohn- und Arbeitsbereich: Das Haus war im Erdgeschoss zweigeteilt, denn im Vorhaus wurde der Geschäftsverkehr abgewickelt, im hinteren, dem Hof zugewandten Teil befand sich der Wohnbereich. Das Obergeschoss wies - wie es einer reichen Familie wie Overstolz gebührte - einen Saal zu Repräsentationszwecken auf.

1838 kaufte die Stadt Köln das Haus; es wurde daraufhin von Stadtbaumeister Johann Peter Weyer restauriert und von Maler Michael Welter ausgeschmückt. In den darauf folgenden Jahren beherbergte das Overstolzenhaus die Handelskammer und für kurze Zeit auch die Kölner Börse.

Der 2. Weltkrieg hinterlies schwere Schäden, verschonte jedoch gottlob die Fassade. So konnte das Haus originalgetreu wieder aufgebaut werden. Bis 1986 diente das Gebäude als Ausstellungsraum für das Kunstgewerbemuseum. 1990 nahm dort die Kunsthochschule für Medien, die erste Hochschule ihrer Art in Deutschland, den Lehrbetrieb auf.





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