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Praetorium, Mikwe & Rathaus

Durch eine Verwaltungsreform wurden die römischen Heeresbezirke am Rhein zu Provinzen. Köln wurde zur Hauptstadt von Niedergermanien ernannt, der Statthalter residierte im Praetorium. Das Kölner Praetorium gehört zu den seltenen Verwaltungsbauten im Römischen Reich, die durch römische Inschriften und in der römischen Literatur sicher bezeugt sind.

Praetorium
Adresse: GoogleMapsKleine Budengassse 2
50667 Köln
Öffnungszeiten: Di. - So. 10 - 17 Uhr
Preise: € 2,50 / 1,50
Bemerkungen: öffentliche Führungen bitte anmelden bei KölnTourismus: 0221/221-22394
Meilensteine
1130 Ein erstes Bürgerhaus wurde an der heutigen Stelle des Rathauses gebaut
1330 Das Bürgerhaus wurde durch ein repräsentativeres Haus sowie einen Hansasaal ersetzt
1407-14 Der Rathausturm wurde erbaut
1540 Löwenhof
1569-73 Rathauslaube
1548 Ausdehnung des Rathauses durch andere Häuser zum Alter Markt hin
17. Jahrhundert Errichtung des Spanischen Baus im Nordwesten des Rathauses

Hier wurde beispielsweise der Statthalter Vitellius am 2. Januar des Jahres 69 nach Christus zum Kaiser ausgerufen. Zeitweilig war das Praetorium römische Kaiserresidenz im Gallischen Sonderreich unter Kaiser Postumus. Der Bau geht ursprünglich wohl in die Frühzeit des oppidum ubiorum zurück, wurde aber bis ins 2. Jahrhundert immer wieder um- und ausgebaut, bis sich die weitläufige Anlage aus repräsentativen Kult- und Empfangsräumen, Verwaltungszimmer und Quartiere herauskristallisiert hatte. Von 260 bis 274 diente das Praetorium wahrscheinlich auch als Sitz der Gegenkaiser des »Gallischen Sonderreichs«.

Seit dem 4. Jahrhundert lebten zahlreiche Juden in Köln. Um die Mitte des 11. Jahrhunderts siedeln diese vor allem in dem Viertel, in dem das römische Praetorium und zu diesem Zeitpunkt das Bürgerhaus stand. 1321 wurden die Juden unter den Schutz der Stadt gestellt. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts entwickelte sich Köln zum Zentrum des deutschen Judentums und um das Bürgerhaus herum entstanden zahlreiche jüdische Einrichtungen wie die Synagoge und das rituelle jüdische Bad, die heute noch zu besichtigende Mikwe. Das Judenprogrom in der »Bartolomäusnacht« 1349 anlässlich der erschreckenden Pestepidemie bereitet dem jüdischen Leben in Köln ein grausames Ende. An Stelle der Synagoge entstand später die Ratskapelle, für die Stefan Lochner vor der Jahrhundertmitte seinen berühmten »Altar der Stadtpatrone« malte.

Herzstück des historischen Rathauses ist der ursprünglich »Langer Saal« genannte »Hansasaal« aus dem 14. Jahrhundert, der als Tagungsstätte der Hanse, als Gerichtssaal und Repräsentationsort des Rates diente. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde der repräsentative Rathausturm erbaut.

1513 entstand ein gewölbtes Gebäude als Sitz von Verwaltungsstellen und Gerichten. Danach entstand 1660/61 ein anspruchsvolleres Gebäude im Stil der niederländischen Spätrenaissance, das heute als »Spanischer Bau« bekannt ist. Im 2. Weltkrieg wurde das gesamte Rathaus komplett zerstört, wobei die Ruinen des Praetoriums wiederentdeckt wurden. Im Dezember 2004 wurde das historische römische Praetorium unter dem alten Kölner Rathaus wiedereröffnet. Nach intensiver Konservierung und Neueinrichtung werden hier kostbare römische Denkmäler zu verschiedenen Themen gebündelt gezeigt.





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