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St. AndreasDas Äußere der Dominikanerkirche St. Andreas ist durch den interessanten Kontrast von rheinischer Spätromantik und französischer Hochgotik geprägt. Er verbindet ein romanisches Langhaus von 1220 mit einem gotischem Chor von 1414. Der Standort geht vermutlich auf eine frühchristliche Kapelle mit dem Namen St. Matthaeus in fossa (»St. Matthäus am Graben«) zurück.
Sein zweigeschossiger, achtseitiger Vierungsturm setzt mit seinem charakteristischen Faltdach über Dreiecksgiebeln einen bemerkenswerten romanischen Akzent zwischen der beherrschenden Wucht der gotischen Domtürme und den mehr oder weniger einfallslosen Baumassen der Nachkriegszeit, die sich vom Dom entlang der ehemaligen römischen Stadtmauer nach Westen erstrecken. Wie reich romanische Architektur sein kann, zeigt nicht nur das kurze, mit prächtigen Friesen, Blendarkaden und Kapitellen über gedrungenen Stützen geschmückte Langhaus aus staufischer Zeit, das sich hinter der dämmrigen Vierungskuppel effektvoll zum lichtdurchfluteten gläsernen Saal des spätgotischen Langchors öffnet, sondern mehr noch die Vorhalle im gewaltigen Westbau, die mit ihren ausgezackten Gurtbögen geradezu exotisch anmutet. In der Krypta des ehemaligen Chorherrenstifts, das heute Dominikanerkirche ist, ruhen in einem römischen Sarkophag die Gebeine des gelehrten Dominikanerheiligen Albertus Magnus, der wie kaum ein zweiter das Denken des Mittelalters geprägt hat. Die Ausstattung der Kirche birgt einige weitere interessante Stücke, beispielsweise den sogenannten Blutbrunnen der Hl. Ursula, über den das Blut der Heiligen und ihrer Gefährtinnen bei deren Märtyrertod geflossen sein soll, oder der Makkabäerschrein, dem mit vergoldeten Kupferplatten das Aussehen einer Kirche gegeben wurde, und der rund 40 Reliefsszenen mit Szenen aus dem Martyrium der Makkabäer zeigt. Ebenfalls sehenswert sind die Reste mittelalterlicher Wandmalereien in der Kapelle rechts vor dem Querhaus und die um 1500 vom Meister von St. Severin gemalte Altartafel der Rosenkranzbruderschaft. ...mehr über Die Romanischen Kirchen Kölns |
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