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Kirchen

 


Dekagon – St. Gereon

 

 

Krypta

St. Gereon

Deutlich sichtbar ist der Einfluss von Spätantike und Mittelalter in dieser ungewöhnlichen Kirche, deren Kuppelraum zu den gewaltigsten neben der Hagia Sophia und dem Florentiner Dom gehört. Besonders von innen ist der Eindruck des Dekagons für den Besucher überwältigend. In 34 Meter Höhe laufen die Rippen des rot leuchtenden Kuppelgebäudes zusammen, das einen Raum von 21 Metern Durchmesser überspannt.

St. Gereon
Adresse: GoogleMapsGereonskloster 2-4
50670 Köln
Tel.: 0221/134922
Fax: 0221/1390306
Öffnungszeiten: Mo. - Sa. 10 - 18 Uhr
So. 9 - 18 Uhr
Bemerkungen: für Gruppen Voranmeldung nötig
Meilensteine
4. Jahrhundert Inmitten eines römischen Gräberfeldes entsteht ein ungewöhnlicher Zentralbau über ovalem Grundriss
9. Jahrhundert Ein Kanonikerstift gliedert sich an
11. Jahrhundert Erzbischof Anno II lässt die Krypta und einen Kanonikerchor hinzufügen
12. Jahrhundert Unter Erzbischof Arnold von Wied wird der Chor verlängert und die Ostfassade geschaffen
1219-27 Der römische Ovalbau wird zum Zehneck (Dekagon) umgestaltet und die gewaltige Kuppel wird erbaut
14. Jahrhundert Die Sakristei wird vermutlich von der Dombauhütte errichtet

Der spätrömische Ovalbau aus dem 4. Jahrhundert diente als Märtyrer-Gedächtniskirche, das römische Mauerwerk reicht bis in 16 Meter Höhe. Vom 11. bis 13. Jahrhundert wurde er als Zehneckbau (Dekagon) überkuppelt und stellt seitdem eine der eindrucksvollsten Architekturleistungen zwischen der Hagia Sophia in Byzanz und dem Petersdom in Rom dar.

In der Krypta kann man noch die staufischen Fußbodenmosaike aus dem 11. Jh. besichtigen und gen Westen öffnet sich die Krypta zur Confessio, in der Steinsarkophage mit den Reliquien römischer Märtyrer aufgestellt sind.

In der heutigen Pfarrkirche St. Gereon steht in einer über drei Meter hohen Nische links vom Eingang zum Kirchenraum der untere Teil einer Säule. Beigegeben ist ihr eine lateinische Inschrift mit folgendem Wortlaut:
»Adde fidem, fuit hie pridem fusus cruor 
idem ad lapidem, 
si dem me male, punit idem.«
Eine alte Übersetzung, die die Binnenreime wiederzugeben versucht, lautet:
» Glaub es: rein an diesem Stein soll einst das Blut
geflossen sein. Sollt ich schuldig sein, so ist hier die Strafe mein.«
Zerbrochen ist die Säule seit 1794, sie sollte von den französischen Revolutionstruppen nach Paris verbracht werden, zerbrach aber auf dem Transport und wurde als nunmehr wertlos in einem Wald bei Brauweiler, nach anderer Version bei Bergheim, am Wege zurückgelassen. Der Stumpf wurde in die Kirche zurückgebracht; die Spuren der Bruchstücke des oberen Teils haben sich mit der Zeit verloren; eines soll in die Sammlung von Ferdinand Franz Wallraf gelangt sein.




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