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St. Mariä HimmelfahrtDie ehemalige Jesuitenkirche ist die eindruckvollste Barockkirche Kölns. Besonders interessant macht die Kirche ihr Frühbarock, der entstanden ist durch den gegenreformatorischen Wunsch nach Stärkung des katholischen Glaubens. St. Mariä Himmelfahrt wirkte schon zur Zeit ihre Weihe stilbildend für weitere Sakralbauten im Rheinland. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts, mit der Fertigstellung St. Peters, hatte es keine neuen Kirchenbauten mehr gegeben. Der Jesuitenorden, der 1583 durch eine Schenkung zu eigenem Besitz gekommen war, erwarb zunächst das Achatiuskloster, nur um zu Beginn des 17. Jahrhunderts einen großen Neubau zu planen. Als Architekt für die nach dem Dom zweitgrößte Kirche Kölns dieser Zeit konnte Christoph Wamser gewonnen werden, der bereits die Jesuitenkirche in Molsheim im Elsass errichtet hatte. Bis 1623 war dieser auch Bauleiter, bevor Valentin Boltz aus Thüringen die Verantwortung für Bau und Innenausgestaltung übernahm. 1618 wurde der Grundstein gelegt, 1629 wurde sieerstmals genutzt, vollendet wurde sie schließlich 1678. Vorreformatorische Baustile wie die Gotik wurden beim Bau der Kirche mit zeitgenössischem Barockstil kombiniert. Sehenswert für den Besucher ist das Hauptbild des Hochaltars, die Himmelfahrt Mariens von Johann Hulsmann. Der Innenraum der Kirche erfüllt die Erwartungen an üppige Barockkausstattung, mit filigran vergoldeten Schnitzarbeiten an den Rundpfeilern, an den Balustraden der Emporen in den Seitenschiffen und dem Netzgewölbe in der Decke. Hochaltar und Kanzel sind ebenfalls reich ausgeschmückt. Der 2. Weltkrieg führte zur fast völligen Zerstörung der dreischiffigen Barockkirche. Von 1949 bis 1979 wurde sie inklusive der ursprünglichen Innengestaltung wieder aufgebaut und restauriert. Sie weist eine Länge von 60 und eine Gesamtbreite von über 24 Metern auf. |
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