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St. Ursula

Die Verehrung der Hl. Ursula geht auf eine Sage zurück, nach der Ursula von England aus mit ihren 11.000 Jungfrauen nach Köln kam um zu heiraten. In Köln einfallende Hunnen töteten schließlich Ursula, ihren Gemahl und ihre Gefährtinnen, weil sie nicht vom christlichen Glauben abschwören wollten. Aufgrund der Sage und der damit verbundenen Verehrung Ursulas wurde die Kirche gebaut.

St. Ursula
Adresse: GoogleMapsUrsulaplatz 24
50668 Köln
Tel.: 0221/133400
Fax: 0221/9130112
Öffnungszeiten: Kirche und Goldene Kammer:
Mo., Di., Do., Fr. 10 - 12 Uhr, 15 - 17 Uhr
Mi., Sa. 9 - 12 Uhr, 15 - 17 Uhr
Bemerkungen: für Gruppen Voranmeldung nötig
Meilensteine
4. Jahrhundert Die heutige Kirche St. Ursula geht auf einen Memorialbau für die christlichen Märtyrerinnen zurück
12. Jahrhundert Als sichtbares Zeugnis des Ursulaverehrung entsteht die heutige Emporenbasilika
13. Jahrhundert Ende des Jahrhunderts werden der gotische Bau und die Marienkapelle angebaut
17. Jahrhundert Dem Westturm wird die barocke Haube aufgesetzt und die berühmte »Goldene Kammer« eingerichtet

Auf dem ehemaligen antiken Friedhof an der nördlichen Ausfallstraße der Römerstadt stand bereits im 4. Jahrhundert eine frühchristliche Märtyrerkirche. St. Ursula wurde ab etwa 1135 als frühstaufische Emporenbasilika mit zweigeschossigem, turmbekrönten Westquerhaus gebaut, wobei die gekrönte Turmhaube auf die Patronin der Kirche verweist. Auch die Zahl der elf Fenster spielt auf die Anzahl der Gefährtinnen der Hl. Ursula an.

Heutzutage besichtigt man eine nach dem Krieg größtenteils wieder romanisch aufgebaute Kirche. Nur der gläserne Chor ist um 1287 nach gotischem Baustil errichtet worden. Die Ausstattung der Kirche ist auf die heilige Ursula ausgerichtet. Die elf Fenster verweisen auf die elftausend Jungfrauen, die die Begleitung Ursulas bildeten, und die von dem Kaiserlichen Rat Johann von Crane 1643 gestiftete einzigartige Goldene Kammer zeigt, wenn auch für heutige Verhältnisse höchst kurios, über 120 Reliquien verschiedener Epochen, vom 14. bis ins 17. Jahrhundert reichend, umrahmt von Knochen und Skelettteilen.

Die Basilika wurde zwar im 2. Weltkrieg erheblich beschädigt, aber trotz nachhaltiger Verluste handelt es sich um eine relativ reich ausgestattete Kirche. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören eine um 1420 datierte steinerne Pietà in der Vorhalle, stehende Skulpturen, wie die Hl. Ursula als Schutzmantelheilige, der der im nördlichen Querschiff stehende St.-Ursula-Sarkophag, sowie Figuren von St. Johannes und St. Maria, die steinerne Madonna und St. Nikolaus. Im Chor kann der Besucher zudem auf einem Bilderzyklus mit 30 Bildern auf 24 Tafeln die Geschichte der Hl. Ursula nachvollziehen.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde St. Ursula aufwändig renoviert. Im Osten des Marienschiffs wurde 2005 eine zweite Goldene Kammer eröffnet, die als Gedenkstätte für Märtyrer des 20. Jahrhunderts wie beispielsweise Opfer des NS-Regimes fungieren soll, deren Gebeine zumeist verloren gegangen sind.




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