Startseite Inhaltsverzeichnis Touristik-Verkehr Sightseeing  >   Weckschnapp

Mittelalter

 

Weckschnapp

Weckschnapp

Die Weckschnapp ist der Sage nach ein Ort von Gottesurteilen: Verurteilte wurden in dem Turm ausgehungert, hatten aber die Chance, ein an der Decke hängendes »Weck« (Brot) zu »schnappen«. Darunter befand sich jedoch eine Falltür zu einem messerbewehrten Schacht, der in den Rhein führte. Nachweislich bezieht sich diese Sage nicht auf diesen Turm, denn er hatte nie eine Verbindung zum Rhein; wahrscheinlich bezieht sie sich auf die im Rhein stehende »Ark«, einem Teil der Befestigung an der nördlichen Rheinfront der Stadtmauer.

Weckschnapp
Adresse: GoogleMapsKonrad-Adenauer-Ufer
50667 Köln

Eigentlich handelt es sich bei der Weckschnapp um das »Kunibertstürmchen«, dem einzigen erhalten Teil der Kunibertstorburg und der anschließenden Befestigungsanlage - also dem nördlichen Gegenstück zur Anlange am Bayenturm. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert, als die Befestigung mit Tor, Turm, Ark und Bastion erbaut wurde. Mit dem Kunibertsturm war das Türmchen durch einen Wehrgang auf einer Mauer verbunden. 1784 wurde die Ark der Befestigung bei einem Hochwasser, dem »großen Eisgang« zerstört.

Die Weckschnapp war in ihrer Anlage als Türmchen vor der Stadtmauer einzigartig in Köln und wurde daher bis ins 19. Jahrhundert oft als Ortsbeschreibung genutzt. Zahlreiche Straßennamen bezogen sich auch darauf, wovon heute jedoch nur der »Türmchenswall« übrig geblieben ist. 1881 fiel die Kunibertsbefestigung mit Ausnahme des Türmchens dem Abriss zum Opfer.

Heute befindet sich die Weckschnapp im Besitz des Architekten Martin Kratz, der ihn für Wohnzwecke um- und ein modernes Wohnhaus anbaute.




Sales Guide:
Karte Sehenswürdigkeiten

Download

Sales Guide:
Führungen & Programme

Download
DE EN