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Aufträge, Ausschreibungen, KooperationenÖffentliche Auftraggeber sind grundsätzlich verpflichtet, ihre Aufträge über eine Öffentlichen Ausschreibung zu vergeben. Aus möglichst vielen Angeboten ermittelt der Auftraggeber dann das wirtschaftlich günstigste. Allein in Deutschland vergeben Bund, Länder und Gemeinden Aufträge in Höhe von rund 250 Milliarden Euro pro Jahr. Auch die Stadt Köln und ihre Institutionen sind ständig auf der Suche; dies bietet einen guten Nährboden für alle Arten von Unternehmen. Ob eine Leistung national oder europaweit auszuschreiben ist, hängt vom geschätzten Auftragswert ab, da die europäischen Vorschriften erst ab einem bestimmten Auftragswert zum tragen kommen. Diese sog. Schwellenwerte liegen für Lieferungen und Dienstleistungen in der Regel bei 200.000 Euro, bei Bauaufträgen bei 5 Millionen Euro. Zugang zu Ausschreibungen Traditionell sind Tageszeitungen und Fachzeitschriften die Quellen bei der Suche nach Ausschreibungen, wobei Kostengründe meist dafür sorgen, dass auf diese nur mit Verweis auf die amtlichen Veröffentlichungsblätter kurz hingewiesen wird. Im Zeitalter des Internets sind Ausschreibungsplattformen keine Seltenheit mehr und die so genannte »E-Vergabe« - die Auftragsvergabe exklusiv über das Internet - wird zunehmend zur Regel. Die Vergabe von Aufträgen wird in der Stadt Köln seit 2001 zentral über das Vergabeamt durchgeführt. Das Ziel war nicht nur die Vereinheitlichung und Optimierung der Verfahrensabwicklung, sondern auch die Korruptionsbekämpfung: Die strikte Trennung von Auftragserteilung durch die Fachämter und die formelle Durchführung des Vergabeverfahrens beim Zentralen Vergabeamt macht die Verfashren transparent. Dem Amt obliegt darüber hinaus der Aufbau und die Pflege der gesamtstädtischen Unternehmerdatenbank. Sowohl die Stadt Köln als auch Institutionen wie die IHK Köln oder die Handwerkskammer Südwestfalen informieren auf eigenen Internetseiten über aktuelle Aufträge und Ausschreibungen. Kooperationen Unternehmen, die sich für die Ansiedlung im Kölner Raum entscheiden, profitieren unter anderem auch von vielfältigen Kooperationen zwischen den verschiedenen Firmen, die sowohl dazu dienen, mehr Aufträge »an Land zu ziehen«, als auch Kosten zu senken. Dazu gehören insbesondere Marketing-Kooperationen, wie beispielsweise die zwischen den führenden Hotelketten in Köln in Form von »Take Five«. Im Jahr 1989 von fünf Häusern ins Leben gerufen - daher auch der Name - beteiligen sich heute schon 13 Hotels an dem Projekt. Dazu gehört insbesondere auch die Vermarktung des Standorts Köln als Kongressstadt. Im gleichen Atemzug sind die so genannten »Erfa-Gruppen« zu nennen, in denen Unternehmen einer gemeinsamen Branche Erfahrungen und Geschäftstipps austauschen können. Auch im Bereich Einkauf oder auch Entsorgung existieren heutzutage brancheninterne als auch branchenübergreifende Kooperationen, etwa über die Recyclingbörse der IHK Köln. Seit 2008 veranstaltet die IHK Köln zudem das Forum »Handelswelten«, das zusammen mit dem Kölner Institut für Handelsforschung entwickelt wurde. Der Fokus liegt hier auf Allianzen und Kooperationen von Handelsunternehmen, wie der Vizepräsident der IHK Köln Dr. Wilhelm von Moers erklärt: »Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können durch die Bündelung ihrer Beschaffungs- und Vertriebsaktivitäten auf den Märkten mit viel mehr Gewicht auftreten. Unternehmensverbünde bieten den Mitgliedern eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, eine Erhöhung der Flexibilität, Reduktion und Teilung von Kosten und Risiken, sowie Zugang zu neuen Marktsegmenten.« |
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