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Neuzeit

 

Bastei

 

 

Arena

Neuzeitliches Köln

Der Dom und die romanischen Kirchen - es ist in Köln nicht anders denkbar - beherrschen das Stadtbild wie eh und je. Aber der Wandel nach der fast völligen Zerstörung Kölns im 2. Weltkrieg ist offenbar: Bedeutende Architekten haben - behutsam, mit Respekt vor dem unverwechselbaren historischen Stadtgesicht - neue Akzente gesetzt.

Überraschende Erfahrungen bietet Köln bei der Architektur der Gegenwart: So finden sich in der Stadt einige der bedeutendsten Neubauten internationaler Architekten wie O. M. Ungers, Nicholas Grimshaw, Norman Foster, Renzo Piano, Jean Nouvel, Rem Koolhaas oder Peter Zumthor.

Ein bedeutender Bau des Expressionismus ist beispielsweise die »Bastei« (1924), entworfen von dem Kölner Architekten Wilhelm Riphahn, die die Rheinpromenade nahe der Zoobrücke überragt.
Die alten Messehallen der Koelnmesse (1924) werden heute in vielfältiger Form neu genutzt und machen so aus dem rechtsrheinischen Deutz ein modernes Stadtviertel. Der Versicherungskonzern HDI-Gerling und der größte deutsche Privat-TV-Anbieter RTL haben sich die modern umgebauten Räume als neue Heimat ausgesucht, deren denkmalgeschützte Fassaden trotz allem einen Hauch von Nostalgie verbreiten.
Ein weiteres Beispiel kühner Kölner Architekturkunst ist das Hansahochhaus (1925)nach Plänen des Kölner Architekten Jacob Koerfer, das bei seiner Eröffnung Mitte der zwanziger Jahre als höchster »Wolkenkratzer« in Europa galt.

Wegweisende Nachkriegsarchitektur

Das von Wilhelm Riphahn entworfene Opernhaus (1957) ist ein Zeugnis für die teilweise wegweisende Architektur der 50er Jahre.
Urbane Zentren am Neumarkt sind das Josef-Haubrich-Forum (1967) mit Ärztehaus und gegenüber, auf der Nordseite, drei weitläufige überdachte Passagensysteme - die längsten in Deutschland. Auf über 100.000 Quadratmetern kann man trockenen Fußes zwischen Fachgeschäften, Boutiquen, Kaufhäusern oder Schlemmer-Bistros flanieren.
Wer sich von der rechten Rheinseite aus der Stadt nähert, erkennt gerade hier, wie die Architektur alte Formen nutzt und sie neuen Ansprüchen anpasst. Die Sheddächer des neuen Museumskomplexes (1986) im hochsensiblen Umfeld des Domes greifen formal die gotischen Bögen der Domverstrebungen auf und sorgen gleichzeitig für adäquates Licht im Innern der Ausstellungsräume. Großzügige, aber unaufdringliche Wohnarchitektur rund um die Kirche Groß St. Martin in der Altstadt schafft einen Platz voller Ruhe und Intimität.

Auch die Kölner Ringe gewinnen - nach schwersten Kriegszerstörungen - allmählich großstädtischen Boulevardcharakter zurück. Nahe dem Hansaring entstand der MediaPark, ein hochmodernes Stadtquartier auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs. Die kühne Architektur des Cinedom-Multiplexes (1990), des Jean-Nouvel-Hochhausturms und anderer Neubauten bietet das stimmige Umfeld für deutsche und internationale Unternehmen der Kommunikations- und Unterhaltungsbranche. Am Rudolfplatz wiederum präsentiert sich der gläserne Bau der Sparkasse KölnBonn (1992).
Die Spitze des Rheinauhafens ziert nun, wie ein transparenter Schiffsbug, das Schokoladenmuseum (1993) mit herrlichem Panorama-Blick auf den Rhein.
Auf der Deutzer Seite, direkt neben der Koelnmesse, setzt das Riesenschiff der Lanxess Arena (1998) unter dem markanten, 76 m hohen Stahlbogen, der das Dach von Deutschlands größter und modernster Veranstaltungshalle trägt, neue Akzente mit den Glasfronten des Technischen Rathauses der Stadt Köln.

Die Kranhäuser im Rheinauhafen




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Koelntriangle

 

Weltstadthaus

 

Hoch hinaus

Der »KölnTurm« (2001) im MediaPark, der zwar keine Besucherplattform aufweist, dafür aber mit Osman30 ein Panoramarestaurant, bietet eine faszinierende Aussicht über die Innenstadt bis weit ins Bergische Land, zum Fernsehturm in Düsseldorf und bis ins Siebengebirge.
Den besten Blick auf Kölns »Schokoladenseite« mit Dom, Altstadt und Rheinauhafen hat der Besucher auf der rechten Rheinseite in Köln-Deutz von der Panorama-Plattform des »Köln Triangle« (2004). Der über 100 Meter hohe gläserne Turm ragt über die Kölner Skyline hinaus und prägt die Stadtkulisse Kölns als weithin sichtbares Zeichen moderner Architektur.

Das von Stararchitekt Renzo Piano auf der Schildergasse errichtete »Weltstadthaus« (2005) erhielt 2006 den renommierten Architekturpreis der Immobilienmesse Cannes, den MIPIM Award, und löst sowohl Begeisterung als auch Verwunderung dank seiner ungewöhnlichen Machart aus.
Wie das Alte sich harmonisch in moderne Architektur einfügen kann, zeigt sich besonders eindrucksvoll ganz in der Nähe des Kölner Doms: Für das Erzbischöfliche Diözesanmuseum, die »Kolumba« (2007), entwarf der bedeutende Schweizer Architekt Peter Zumthor ein besonderes Gebäude, dessen Grundstein 2003 gelegt und das 2007 durch Kardinal Meisner eingeweiht wurde. Es bezieht sowohl die Fundamente der romanischen Kirche St. Kolumba, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde, als auch die 1950 an ihre Stelle erbaute Kapelle »Madonna in den Trümmern« mit ein. Letztere ist von dem modernen Museumsbau vollständig umschlossen, kann allerdings über einen seperaten Eingang betreten werden.

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art'hotel

 

 

 

Rheinauhafen

Nicht zuletzt auf Grund einer Reihe ambitionierter Bauprojekte hat sich Köln in den letzten Jahren mit ca. 300.000 qm neu vermieteter Bürofläche in die Spitzengruppe der deutschen Immobilienstandorte katapultiert. Die ungewöhnlichsten Bauwerke sind die drei »Kranhäuser« im Rheinauhafen, die mit ihren oberen Etagen über den Fluss hinaus ragen und in ihrer Erscheinungsform den historischen Lastenkränen nachempfunden sind. Auf gut 15 Hektar des ehemaligen Kölner Güterverkehrshafens entsteht eine spannende urbane Mischung aus innerstädtischem Wohnen und Arbeiten, Kultur und Freizeit sowie Plätzen und Promenaden, an denen Gastronomie und Einzelhandel zum Verweilen und Stöbern einladen. Auch historische Gebäude – wie beispielsweise der denkmalgeschützte Getreidespeicher des Hafens – bleiben erhalten, werden aber dennoch durch Umbaumaßnahmen im Inneren funktional eingebunden, etwa als Restaurants oder Bürogebäude.
Durch die Ansiedlung international bedeutender Unternehmen wie Microsoft im »Rheinau Art Office« oder Electronic Arts im »Bench«, etabliert sich der Rheinauhafen zudem als der wichtigste Standort im Bereich Multimedia. Aber auch Künstler lassen sich von der gewagten Mischung aus Alt und Modern inspirieren: In einem ehemaligen, 2004 sanierten Speicherhaus bietet das »Kunsthaus Rhenania« Ateliers und Veranstaltungsräume für rund 50 Künstler aller Couleur, von Musik über Theater, Bildhauerei bis hin zu Fotografie und Film.
Das Design- und Kunsthotel art’otel cologne wurde im März 2010 feierlich eröffnet und verfügt über 218 Zimmer, 400 qm Tagungsfläche, das Restaurant »Chino Latino« mit Platz für 96 Gäste, sowie eine Sauna auf dem Dach. Mit einer permanenten Ausstellung von Werken der koreanischen Künstlerin SEO erweitert das art‘otel das umfangreiche Kunstangebot im Rheinauhafen. Beim Bau des neuen Hotels wurde von Anfang an eine möglichst umweltfreundliche Nutzung gedacht: Die Energieversorgung wird mit Strom aus dem Mittelspannungsnetz und Fernwärme als günstigen Energieträgern gewährleistet.


maxCologne

Büros mit Traumblick auf die Stadt

In direkter Rheinlage an der Deutzer Brücke realisiert HOCHTIEF Projektentwicklung die neue Landmarke maxCologne mit Blick auf die Kölner Altstadt und den Dom. Dabei werden zwei vorhandene Gebäude aus den 70er Jahren – das Hochhaus und die Rheinetagen – von Grund auf revitalisiert. Auf ca. 46.000 Quadratmetern entstehen hochwertige und flexibel teilbare Büromietflächen. Die exponierte Lage, die ideale Infrastruktur- und Verkehrsanbindung sowie die exzellente Nahversorgung sind weitere Pluspunkte dieser Top-Immobilie. Das rechte Rheinufer in Köln wird zudem durch den neuen Rheinboulevard mit Freitreppe aufgewertet. Somit liegt das Gebäudeensemble maxCologne an diesem neu gestalteten, prominenten und urbanen Platz Kölns. Die umfangreichen Revitalisierungsmaßnahmen schaffen die Voraussetzungen für hochwertige Büroflächen mit Neubaustandard.

Das ökologische Konzept des maxCologne setzt auf Effizienz und dauerhafte Wirtschaftlichkeit: Die modernen Fassaden werden mit einem integrierten, individuell regelbaren Sonnenschutz versehen und sind so konzipiert, dass die Räume flexibel natürlich und mechanisch be- und entlüftet werden können. Grundwasser aus zwei Brunnen temperiert zugluftfrei die Büroflächen über Heiz- und Kühldecken. Im Zuge der Revitalisierung werden ökologische Baustoffe und Materialien eingesetzt. Ein weiterer »grüner« Gesichtspunkt: Mit dem bereits erfolgten Rückbau der Sockelgeschosse wird Stadtraum zurückgewonnen. Die weitläufigen Außenanlagen werten den Standort auf und verbinden das maxCologne mit der historischen Bausubstanz der Umgebung. Dank dieser Merkmale wurde das Projekt mit dem Vorzertifikat in Gold der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) für seine ökologische, soziokulturelle und wirtschaftliche Qualität ausgezeichnet.

Das Projekt maxCologne wurde im Dezember 2009 an einen Spezialfond der Warburg - Henderson Kapitalanlagegesellschaft für Immobilien mbH, beraten durch die HIH Hamburgische Immobilien Handlung GmbH, verkauft. Alleiniger Investor sind die Rheinischen Versorgungskassen.

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