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Rheinschiff

Köln-Profil

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Der Kölner gilt gemeinhin als kontaktfreudig, geschäftstüchtig und optimistisch. Nachdem im Jahr 1164 Erzbischof Rainald von Dassel die Gebeine der Heiligen Drei Könige in die Stadt gebracht hatte, gedieh der Plan, die größte Kathedrale nördlich der Alpen zu bauen. Die zahllosen Wallfahrer brachten auch reichlich Geld mit, um die Reliquien bewundern zu dürfen. Die Planungen basierten jedoch auf einer finanziellen Fehleinschätzung - die »Investitionsruine« Kölner Dom konnte erst nach 600 Jahren fertig gestellt werden.

Aus heutiger Sicht hat sich der Aufwand in jedem Fall gelohnt: Der Dom ist mit rund 3 Millionen Gästen die meist besuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Zudem wurde er von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, wie auch die Brühler Schlösser Augustusburg und Falkenlust direkt vor den Toren Kölns.

Köln sieht sich als Zentrum einer Metropolregion, die von Bonn bis Düsseldorf und von Aachen bis Gummersbach reicht. Vor rund 2.000 Jahren war Köln bereits die Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien und Sitz der römischen Statthalter, für einige Jahre sogar der Sitz des Kaisers. Trotz Völkerwanderung gelang es Köln in den folgenden Jahrhunderten, als Handels- und Finanzmetropole zu einer der größten europäischen (Hanse-)Städte des Mittelalters heranzuwachsen.

An diese Bedeutung kann die Stadt in der Gegenwart anknüpfen: Zahlreiche Chemie- und Pharmazie-Unternehmen ("Life-Sciences"), Automobilhersteller (Ford, Renault, Nissan, Citroen, Peugeot, Toyota, Volvo), und -zulieferer haben Köln als Standort für ihre Deutschlandzentrale gewählt. Stark vertreten sind auch Dienstleistungsunternehmen wie Banken und Versicherungen. Dank zentraler Lage und kurzer Wege ist die Stadt im internationalen Wettbewerb als Wirtschafts- und Messestandort eine der ersten Adressen in Europa.

Gleichzeitig ist Köln Hauptstadt des Verbrechens - zumindest in den deutschen Fernsehserien. Jede dritte TV-Produktion kommt aus der Domstadt; Europas größter Privatsender (RTL) hat hier seinen Sitz, genau wie die größte öffentlich-rechtliche Sendeanstalt (WDR)

Köln ist die viertgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Über 3 Mio. Menschen leben in der Wirtschaftsregion, die auch die Stadt Leverkusen, den Rhein-Erft-Kreis, den Rheinisch-Bergischen-Kreis und den Oberbergischen Kreis umfasst.

»Jeden Tag Party«

Unter dieser Schlagzeile veröffentlichte die Wirtschaftswoche eine Reportage über Köln. Danach zieht die Stadt der Singles ein junges Publikum an, für das die City zur Bühne der Lebensstile wird. Dies ist auch einer der Gründe, warum für die Stadt - direkt nach Hamburg und Berlin - das dritthöchste Zuwanderungssaldo bis 2020 prognostiziert wird.

Die Weltoffenheit Kölns mit ihrem Image als Karnevalshochburg und multikulturelle Metropole trägt dazu bei, dass Touristen wie Geschäftsreisende sich hier rundum wohl fühlen. Kaum eine Stadt in Deutschland weist eine breiter gefächerte Kulturszene auf.
Das kulturelle Panorama der Stadt deckt von bildender Kunst über Literatur, Theater und moderne wie klassische Musik ein breites Spektrum ab. Außerdem ist Köln, die Stadt am Strom, eine der grünsten Großstädte Deutschlands mit vielen innerstädtischen Parkanlagen, alten Alleen und einem um die Stadt verlaufenden Grüngürtel. Für die Besucher von Messen, Kongressen oder kulturellen Großveranstaltungen stehen kleine Pensionen ebenso wie 5-Sterne-Hotels zur Verfügung. Und Besucher werden in der Domstadt mit ihrem mediterranen Flair und der herzlichen Gastfreundschaft jederzeit gerne willkommen geheißen.

Es sind vor allem die sogenannten weichen Standortfaktoren, die den Charakter der Stadt ausmachen: überschaubare Veedel und dennoch Großstadtatmosphäre, ausgedehntes Nachtleben und internationale Restaurants, ein reichhaltiges Angebot an Museen, Theatern und Musikveranstaltungen sowie jede Menge Adressen für Sport und Wellness.




Allgemeine Informationen





Kölner Hauptbahnhof

Geographie

Die alte Römerfeste Colonia Claudia Ara Agrippinensium liegt mitten im Herzen Europas und ist heute eine der modernsten Städte Deutschlands. Der Rhein als Wasserstraße, aber auch Autobahnen und Zugverbindungen der Ost-West- wie der Nord-Süd-Richtung passieren das »Wirtschaftszentrum West«. Damit liegt Köln im Zentrum der kaufkraftstärksten Region der Europäischen Union. Im näheren Einzugsgebiet leben rund 30 Mio. Menschen, im Umkreis von 500 km über 120 Mio. und damit rund ein Drittel der EU-Bürger.

Daten und Fakten
Geographische Lage,
bezogen auf den Dachreiter des Domes:
50° 56' 33'' nördliche Breite
6° 57' 32'' östliche Länge von Greenwich
Höhe: 55 m über dem Meer
Ausdehnung Ost-West: 27,6 km
Ausdehnung Nord-Süd: 28,1 km
Gesamtfläche: 405 qkm
Einwohner: 1.020.116
Stadtgrenze/Umfang: 130 km
Höchstes Gebäude: Fernmeldeturm Colonius, 266m


 

 

Suedbruecke

Klima & Umwelt

Die Kölner Bucht, so die geografische Bezeichnung für die Region Köln, gehört klimatisch zum Nordwestdeutschen Flachland und steht unter dem Einfluß des Atlantischen Ozeans und der Nordsee. Köln hat ein mildes Klima; die täglichen und jährlichen Temperaturschwankungen sind gedämpft, und die Niederschläge relativ gleichmäßig über das Jahr verteilt. Im Winter gehört die Kölner Bucht zu den wärmsten Regionen Deutschlands: Schnee, der über mehrere Tage im Stadtgebiet liegen bleibt, gehört zu den absoluten Ausnahmen. Dieser Vorteil (zumindest für Autofahrer) wird erkauft mit einer relativ hohen Anzahl von Tagen mit bedecktem Himmel und damit einer – im Vergleich zu den anderen deutschen Großstädten – unterdurchschnittlichen Sonnenscheindauer sowie einer hohen Luftfeuchtigkeit.

Bis in die siebziger Jahre hinein unterlag Köln als Industriestandort (»Chemiegürtel« und Braunkohlekraftwerke im Westen der Stadt) einer hohen Luftverschmutzung, zu der natürlich auch der drastisch ansteigende PKW-Verkehr beitrug. Der Rhein galt biologisch weitgehend als toter Fluss. Nach der Rauchgas-Entschwefelung der Kraftwerke und der Einführung des Katalysators können Kölner und Besucher wieder tief durchatmen: So nahm die Belastung mit Schwefeldioxid im Jahresmittelwert von teilweise über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Mitte der sechziger Jahre auf 10 Mikrogramm Ende der neunziger Jahre drastisch ab. Im gleichen Zeitraum verminderte sich der durchschnittliche Kohlenmonoxid-Anteil von 8 auf 2 Milligramm pro Kubikmeter.
Auch der Rhein ist durch die gemeinsamen Anstrengungen der Anliegerstaaten und der massiven Investition in Kläranlagen wieder zu einem verhältnismäßig sauberen Fluß geworden, in den viele Fischarten zurückgekehrt sind, wie beispielsweise der Lachs.

Monate
Januar 2,0 1,3 55
Februar 2,7 3,7 52
März 6,1 2,3 41
April 9,8 4,0 51
Mai 14,1 2,9 58
Juni 17,2 7,0 76
Juli 18,7 8,5 68
August 15,4 7,7 81
September 15,4 4,1 59
Oktober 10,7 3,2 53
November 6,4 3,3 60
Dezember 3,2 1,8 65


Mittlere Temperatur (in Grad Celsius)
Durchschnittl. tägliche Sonnenscheindauer (in Std.)
Niederschläge (in mm)
Wetter, Klima & Ökologie


Kölsch am Rhein

 

 

Clowns

Bevölkerung & Stadtentwicklung

Mit ca. 1 Mio. Einwohnern ist Köln die viertgrößte Stadt Deutschlands und die größte Stadt Nordrhein-Westfalens. Über 3 Mio. Menschen leben in der Wirtschaftsregion, die auch die Stadt Leverkusen, den Rhein-Erft-Kreis, den Rheinisch-Bergischen-Kreis und den Oberbergischen Kreis umfaßt.
Die Bevölkerungsdichte beträgt in Köln ca. 2380 Einwohner je qkm, in der gesamten Region 840 Einwohner je qkm. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung liegt in der Stadt Köln bei knapp 20%. Etwas mehr als 500.000 Haushalte sind in der Stadt vertreten, davon ungefähr die Hälfte Einpersonenhaushalte mit stark zunehmender Tendenz.

Eine Einwohnerprognose bis zum Jahr 2015 legte das Amt für Stadtentwicklung und Statistik im Januar 2002 vor. Danach bleibt Köln auch in den ersten Jahrzehnten des dritten Jahrtausends eine Millionenstadt: Genau 1.008.000 Einwohner werden für das Jahr 2015 vorausgesagt.
Im Ergebnis gewinnt Köln nicht nur durch Zuzüge aus dem Ausland, sondern auch durch die Zuwanderung jüngerer deutscher Bevölkerung. Per Saldo werden sich beispielsweise mehr Absolventen aus anderen Universitätsstädten in Köln anmelden als wegziehen.

Die Stadt ist somit stark zukunftsorientiert und dies macht sich auch beim Thema Stadtplanung und -entwicklung deutlich bermerkbar. Das »Leitbild Köln 2020« beispielsweise beschreibt Ziele und Handlungsfelder für die Zukunftsgestaltung der Stadt. Oberbürgermeister Fritz Schramma verdeutlicht die Bedeutung des Projekts: »Die Formulierung des Leibildes war Ergebnis eines intensiven und in dieser Art bislang einzigartigen Prozesses: Über 350 Kölner Bürgerinnen und Bürger haben gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Verbänden, Gewerkschaften, Kirchen und gesellschaftlichen Gruppen ihre Vorstellungen von der Zukunft der Stadt intensiv in den Leitbildgruppen diskutiert. Die Ziele wurden schließlich in breitem Konsens verabschiedet.« Dazu zählen die Stärkung des Standorts bei den Themen Bildung und Wissenschaft, Wirtschaft, Bürgerengagement, Kultur sowie Stadtgestaltung.

Für das letzte dieser Themen hat der Architekt und Stadtplaner Albert Speer mit seinem Team einen Masterplan entwickelt, der die zukünftige Entwicklung der Stadt betrifft und Kölns Stärken herausarbeiten soll. Insbesondere in der Innenstadt, an den Ringen, im Grüngürtel, an wichtigen Auto- und Bahnvrkehrsknotenpunkten und entlang des Rheins ist eine Neuordnung der bestehenden Infrastruktur geplant, um die Stadt für Touristen und Einwohner gleichermaßen attraktiver zu gestalten.

Die Kölner und ihr Image

Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat in einer Studie untersuchen lassen, welches Bild die Kölner von ihrer Stadt haben, und wie Köln von außen gesehen wird. »Köln ist, was es scheint« - so können die Ergebnisse der Studie zusammengefasst werden. Überwiegend besteht ein Gleichklang zwischen Außen- und Selbstimage. So ist es der Stadt offensichtlich in den letzten Jahren gelungen, neben dem traditionellen Image (nicht nur als Karnevalshochburg) auch ihre Qualität als Wirtschaftsstandort, insbesondere der Medien- und IT-Industrie, in den Vordergrund zu bringen.

Aus Sicht der Auswärtigen gilt Köln als kosmopolitische Stadt, die sich lebenslustig, gastlich und weltoffen zeigt. Spontan denken drei Viertel der Befragten an den Kölner Dom, wenn sie die Stadt beschreiben sollen. Mit weitem Abstand folgen der Rhein (29%), der Karneval (20%) und die Altstadt (15%).
Neben den traditionellen Stärken Kölns - Kunst, Kultur, Unterhaltungs- und Einkaufsqualität - hat inzwischen der Wirtschaftsfaktor »Medien« bei den Kölner selbst eine Spitzenbewertung erhalten und wird sehr viel stärker wahrgenommen (Kölner Bevölkerung: 68%) als von außerhalb. Nicht zuletzt die Vielzahl der medienbezogenen Events (Ringfest, Medienbürgfest) haben zu dieser Entwicklung beigetragen.

Statistiken & Stadtentwicklung

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